Ich erinner mich noch ganz genau.
Wir mussten lange warten. Und wenn ich lange meine, dann mein’ ich lang. Bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis der Landtagswahl in Hessen. Also der in diesem Jahr.
Über Stunden sah es so aus, als ob die Ypsilanti-SPD tatsächlich stärkste Partei werden könnte. Ministerpräsident Koch, einer der Hauptgründe, seine Partei mehr als abzulehnen, wäre tatsächlich abgewählt gewesen. Wochen zuvor noch undenkbar. Wechselstimmung.
Und dann trudelten die (aller-)letzten Ergebnisse aus den Wahlbezirken ein. Aus Frankfurt.
Und was kam dabei heraus?
Die CDU lag um 3.511 Stimmen vorne (1.009.775 zu 1.006.264). Unfassbar.
Dreitausendfünfhundertundelf Stimmen.
Wir hätten imho schon längst eine große Koalition unter Führung von Frau Ypsilanti. Der brutalstmögliche Lügen-Aufklärer wäre Geschichte und uns allen wären die sozialdemokratischen Peinlichkeiten erspart geblieben!
Stattdessen darf Herr Koch nun bei den vorgezogenen Neuwahlen tatsächlich erneut auf eine satte Regierungsmehrheit hoffen.
Umso bitterer, wenn man bedenkt, dass Herr Koch selbst und in Hessen so dermaßen unbeliebt ist, dass sein SPD-Herausforderer Schäfer-Gümbel, bis vor wenigen Wochen noch sowas von unbekannt, in Umfragen nur knapp hinter ihm liegt.
Schlimm. Aber Hessen halt.
Danke Frankfurt.
Tags: 2009, CDU, Hessen, Koch, Schäfer-Gümbel, SPD, Wahlen, Ypsilanti811 mal gelesen
8. Dezember 2008 um 22:29
Du sprichst mir sowas von aus der Seele …
Danke
10. Januar 2009 um 12:19
[...] Was ich von Hessen, seinen Wählern und den Ereignissen aus 2008 halte, habe ich ja schon einmal zum Besten gegeben. [...]
23. März 2009 um 21:11
Am Ende ging alles sehr schnell…
Jetzt ist er’s also wieder. Ministerpräsident. Ganz offiziell. Der Roland. Der Koch.
Herzlichen Glückwunsch.
Am Ende ging dann alles ganz schnell. Die Koalitionsverhandlungen, die Wahl. Zack, die Bohne.
Und in der Staatskanzlei lacht de…