Drei Hotlines. Vier Gespräche.
So meine heutige Erfahrung mit meinem Mobilfunkanbieter. T-Mobile. Oder Telekom. Wie man ja jetzt wieder genannt werden will.
Im Prinzip habe ich kein Problem damit, verschiedene Hotlines anzurufen. Problematisch wird’s nur, wenn ich innerhalb von wenigen Minuten zwei völlig unterschiedliche Aussagen zum gleichen Thema bekomme.
Erst das letzte Gespräch mit dem vierten Ansprechpartner brachte Klarheit.
Was war zuvor geschehen? Und was will ich überhaupt?
Ich will meinen Mobilfunkvertrag verlängern, der Telekom noch mehr Geld geben, über einen noch längeren Zeitraum. So schnell wie möglich.
Ein Traum für ein Unternehmen, dass an Kundenbindung interessiert ist, oder?
Dachte ich auch.
Ein paar Zahlen.
Mein aktueller Tarif: “My Faves M”. Monatlich kostet mich das zwischen 20,- und 25,- Euro. Seit Oktober 2008 habe ich diesen Tarif weil er damals meinem Telefonieverhalten entsprach.
Damals gab es schon das iPhone und somit Runden von Vertragslaufzeiten, in denen ich ob der Kosten darauf verzichtete. Der Leidensdruck hat aber inzwischen das Pendel ausschlagen lassen (siehe oben).
Ergo beobachte ich seit Wochen, vielleicht Monaten in meinem TMO-Account die Verlängerungsfrist.
Komisch kam mir das schon vor, dass dieser Termin (gewohnt war ich von D2 ab 6 Monate vor Vertragsende) sich mehrfach verschob (nein, da habe ich mich nicht verlesen) – mal April, dann Juni, später September. Auf den Tag genau heute ist die “Sperrfrist” von 6 Monaten abgelaufen. Mein Vertrag endet in genau diesem Zeitraum (6 Monaten).
Gestern stand in meinem Account auch noch der 16.04. als Verlängerungstag. Heute Morgen plötzlich wieder der 16.09.2010.
Somit kam es zum Auftakt der Hotline-Runde mit der Telekom.
Mein Wunsch: iPhone 3GS, 16GB, schwarz plus Tarifupgrade auf “Complete 120″ (120 Inklusivminuten pro Monat plus 40 Inklusiv-Sms und Web-Flat für’s iPhone).
Eigentlich ganz einfach.
Wenn da nicht noch ein Sonderwunsch wäre.
Der ersten Hotline war das alles zu kompliziert. Sowohl warum meine Verlängerungsfrist sich ständig änderte als auch meine Wünsche. Man verwies mich auf die “eigentliche” Kundenhotline und die reichte mich direkt weiter zur “Sonderwunsch”-Hotline.
Dabei wechselte häufiger die Ansicht, ob ich nun überhaupt eine Vertragsverlängerung durchführen darf oder nicht und ob ich das online kann oder eben nur am Telefon.
Auf die Details, die Umstände und Abläufe gehe ich mal nicht näher ein und kürze das ganze Procedere auf die nun feststehenden Fakten.
Mein aktueller Tarif (“My Faves M”) ist tatsächlich erst ab 16.09. verlängerbar (derlei ist bei TMO/DTAG individuell pro Kunde festgelegt). Es sei denn, ich will ein iPhone haben, dann “könne ich auch sofort verlängern”. Yippie.
Doof nur, dass eine Verlängerung mit iPhone, dem entsprechendem Tarif, zusätzlich allerdings mit besagtem “Sonderwunsch”, dann doch nicht geht!
Logisch muss ich das nicht finden.
Mal ein Rechenbeispiel.
Ich habe noch 6 Monate Restvertrag. Macht ca. 150,- Euro (6x 25,- Euro) für TMO/DTAG.
Verlängere ich jetzt allerdings zu den von mir gewünschten Konditionen, verdient der Konzern an mir 1.273,80 Euro (30x 42,46 Euro).
Und das Geld wollen Sie nicht haben, Herr Obermann?
Die Hintergedanken sind allerdings schnell erklärt. Man möchte mich dazu bringen, dass mein Leidensdruck mich zu den Standard-Tarifen verlängern lässt. Wären somit 1.498,50 Euro (30x 49,95 Euro).
An diesen 224,70 Euro will man es vielleicht sogar scheitern lassen? Beziehungsweise 1.348,50 Euro aufs Spiel setzen? Falls ich nach meiner Rückkehr zu D1 nach zwei Jahren direkt wieder weg bin?
Na dann.
Persönlich kann ich mir jetzt überlegen, was mir ein “iPhone sofort” wert ist. 312,- Euro extra (1.498,50 Euro – ((25x 42,46 Euro) + 125,- Euro))?
Nö.
Tags: Anbieter, Beratung, Dienstleistung, iPhone, must-have, Privates, Service, Telekom, Upgrade, Vermarktung, Wechsel390 mal gelesen
7. Juni 2010 um 21:22
[...] werde ich mein iPhone schon haben. Entweder hier oder [...]