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	<title>MythosBayern - irgendwas ist ja immer. &#187; Russland</title>
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	<description>Das Blog zum Mythos Bayern und zu mir.</description>
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		<title>Sowjetunion 2.0 oder alles nur Zufall?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 15:41:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mythos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motzki]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicher.
Ich bin ja nur so ein kleiner Blogger, der sein Leben lang politisch interessiert war und ist.
Ich bin kein Journalist, schon gar keiner, der Leitartikel publiziert.
Aber wann bittesch&#246;n m&#246;chten die Medien in Deutschland eigentlich mal den gro&#223;en Zusammenhang beim Thema Putin n&#228;her beleuchten?
Ist das irgendeine Verabredung? Gibt&#8217;s f&#252;r Russland-freundliche Journalisten in Deutschland Gazprom-Rabatte?
Naja. Worum geht&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher.</p>
<p>Ich bin ja nur so ein kleiner Blogger, der sein Leben lang politisch interessiert war und ist.</p>
<p>Ich bin kein Journalist, schon gar keiner, der Leitartikel publiziert.</p>
<p>Aber wann bittesch&#246;n m&#246;chten die Medien in Deutschland eigentlich mal den gro&#223;en Zusammenhang beim Thema Putin n&#228;her beleuchten?</p>
<p>Ist das irgendeine Verabredung? Gibt&#8217;s f&#252;r Russland-freundliche Journalisten in Deutschland Gazprom-Rabatte?</p>
<p>Naja. Worum geht&#8217;s mir &#252;berhaupt?</p>
<p>Um den roten Faden. Den Herr Putin und sein Umfeld offenbar verfolgen.</p>
<p>Klar. Ich kann verstehen, dass nach den Wodka-Jahren unter einem Pr&#228;sidenten Jelzin die russische Seele nach einer starken F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit lechzte.</p>
<p>Haben sie mit Putin ja auch bekommen.</p>
<p>Das dieser sich fortan Zarengleich inszenierte. Geschenkt.</p>
<p>Was aber in den Folgejahren mit Russland geschah, spottet meiner Meinung nach jeder Beschreibung.</p>
<p>Ich bin nunmal in einem Land aufgewachsen, dessen Demokratie dem Faschismus folgte. Ich halte die Demokratie f&#252;r eine gute Sache. Die deutsche &#8211; abgesehen vielleicht vom zwanghaften F&#246;deralismus &#8211; ganz besonders (allein mit 5-Prozent-Klausel g&#228;be es selbst in Italien stabilere Verh&#228;ltnisse).</p>
<p>Eines der Merkmala dieser deutschen Demokratie ist die Gewaltenteilung.</p>
<p>Die Gesetzgebung (Legislative) ist unabh&#228;ngig von der Ausf&#252;hrung (Exekutive) ist unabh&#228;ngig von der  Rechtsprechung (Judikative). Wichtig. Nicht weniger, dass es eine unabh&#228;ngige Presse gibt, die ich pers&#246;nlich durchaus als vierte Gewalt im Staate sehe.</p>
<p>Zwar gibt es nat&#252;rlich auch in Deutschland, unter dem Mantel der Terrorbek&#228;mpfung aus konservativen Kreisenk, Bestrebungen an dieser Gewaltenteilung etwas zu &#228;ndern, bzw. deren Unabh&#228;ngigkeit zu beschneiden, aber zum Gl&#252;ck befinden sich diese Str&#246;mungen aktuell noch in der Minderheit und werden sie zudem kritisch hinterfragt.</p>
<p>Zur&#252;ck zu Russland.</p>
<p>Wo gibt es diese Gewaltenteilung noch in diesem Land?</p>
<p>Unabh&#228;ngige Medien? Also Medien, die nicht 24/7 die Errungenschaften eines Putin loben und seine Politik preisen? Wo sind die (restlichen) unabh&#228;ngigen Journalisten? Hoffentlich noch am Leben.</p>
<p>Dann die Gerichte.</p>
<p>War der Prozess gegen Michail Chodorkowski, Ex-Chef des russischen &#214;lkonzerns Jukos, wirklich ein fairer Prozess. Ist es reiner Zufall, dass Chodorkowski seinerzeit einer der reichsten, m&#228;chtigsten und gleichzeitig kreml-kritischsten Oligarchen war? Und eben nach dem Prozess all das nicht mehr?</p>
<p>Warum gibt es solch&#8217; hohe Wahlsiege f&#252;r die Partie Putins? Wo ist die Opposition, deren Pr&#228;senz in den Medien und deren Kundgebungen?</p>
<p>&#220;berhaupt: Demonstrationsrecht.</p>
<p>Wann gab es zuletzt in Russland eine Putin- oder Kreml-kritische Demonstration, mit mehr als 250 Teilnehmern, die nicht mit Kn&#252;ppeln der <strike>geheimen</strike> Staatspolizei auseinandergetrieben wurden?</p>
<p>Und dann die Wirtschaft.</p>
<p>Putin beliebt. Er hat Russland alte St&#228;rke wiedergebracht. Wohlstand, Reichttum. Ok. Jetzt nicht f&#252;r die Masse und eher auf Basis von der Ausbeutung der reichen Gas- und &#214;lvorkommen, also eher f&#252;r Staatskonzerne wie Gazprom und einige wenige Superreiche.</p>
<p>Warum das nicht kritisiert wird? -> siehe unabh&#228;ngige Medien.</p>
<p>Thema Aussenpolitik.</p>
<p>Der Zerfall der Sowjetunion und der sp&#228;teren GUS muss Putin und seine Gesinnungsgenossen stark getroffen haben. Seitdem verfolgt man das Ziel eines wiedererstarkten Russland. auch territorial.</p>
<p>Anders sind doch die Scharm&#252;tzel der letzten Jahre mit russischen Nachbarl&#228;ndern, die sich pro-westlich orientieren nicht zu erkl&#228;ren, oder?</p>
<p>Aktuell ist es wieder einmal <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,599030,00.html" target="_blank">die Ukraine</a>, die &#252;ber Gazprom den langen Arm des Kreml zu sp&#252;ren bekommt und somit der pro-russischen Opposition den R&#252;cken st&#228;rken will.</p>
<p>Und dieses Jahr der Georgien-Krieg, als sich Russland exklusiv zum <a href="http://de.rian.ru/world/20081230/119228286.html" target="_blank">Schutzpatron</a> von zwei separatistischen &#8211; nat&#252;rlich pro-russischen &#8211; Teilen Georgiens aufschwang und ein Exempel statuierte (als Replik auf die Unabh&#228;ngigkeit des Kosovo?).</p>
<p>Der georgische Pr&#228;sident, der lieber heute als morgen in den Westen integriert werden will, geht auch an dieser Stelle geschw&#228;cht aus dem Konflikt hervor (obwohl es nat&#252;rlich keine Frage ist, dass er &#8220;eigentlich&#8221; der Aggressor war und somit Russland eine Steilvorlage bot).</p>
<p>Einen Konflikt mit Wei&#223;russland hat Moskau schon hinter sich &#8211; eine Re-Integration gilt als gescheitert. Dabei ist dessen Pr&#228;sident Aljaksandr Lukaschenka doch sicher genau nach dem Geschmack Putins. Verfassungsgem&#228;&#223; h&#228;tte er 2006 nicht mehr zur Wahl antreten d&#252;rfen. Per Referendum lie&#223; er 2004 die Verfassung &#228;ndern, was eine Beschr&#228;nkung der Amtszeiten aufhob. Die Wahl geriet so zur Farce.</p>
<p>Ein Vorbild f&#252;r Russland?</p>
<p>Nein. Denn nach aussen gibt sich Putin und seine Regierung gerne demokratisch.</p>
<p>Er sah keine M&#246;glichkeit vor der letzten Pr&#228;sidentenwahl noch schnell die Verfassung zu &#228;ndern, um sich selbst und nicht seinen Strohmann Dmitri Medwedew w&#228;hlen zu lassen.</p>
<p>Das wurde inzwischen aber <a href="http://www.euronews.net/de/article/22/12/2008/russia-approves-presidency-bill/" target="_blank">nachgeholt</a>.</p>
<p>Perfekt.</p>
<p>Um was wollen wir wetten, dass es in K&#252;rze vorgezogene Pr&#228;sidentschaftswahlen gibt?</p>
<p>Eben.</p>
<p>Und bei all dem soll es keinen Zusammenhang geben? Dabei habe ich doch hier mal oberfl&#228;chlich was zum Thema recherchiert&#8230;</p>
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